top of page
  • Merle

Tag 3: Krönender Abschluss des TEN31 Bank INNSBRUCK BEACHEVENT MEVZA Turniers

Ermacora/Waller triumphieren bei Innsbruck BeachEvent, vier Medaillen an österreichische Teams


Und da ist er – der entscheidende, letzte Punkt. Damit stehen die Sieger des Finales fest: Der Tiroler Martin Ermacora streckt triumphierend die geballte Faust in die Luft und umarmt seinen Beachpartner Phillipp Waller überschwänglich. Die Tribüne bebt unter dem Jubel der Menge. Im Hintergrund die Kulisse der Nordkette mit dem ersten Neuschnee auf den Berggipfeln. „Das ist der schönste Sieg meines Lebens“, sagte Ermacora, der sich am Sonntag beim Finale des Innsbruck BeachEvents den Heimsieg sicherte. Es ist, als hätte vorher jemand die Regie für diesen Finaltag geschrieben. „Was für ein Happy End“, sagt Simon Varges, dem nach diesem erfolgreichen Wochenende die Erleichterung und die Freude anzusehen sind.

Mit den Finalspielen des TEN31 Bank Innsbruck BeachEvent MEVZA – Championship wurde die win2day Beach Volleyball Tour PRO 2023 am Sonntag abgeschlossen. Der bestens besuchte Centre Court am Marktplatz war eine absolut würdige Kulisse und sportlich hätte es aus rotweißroter Sicht beim Turnier mit MASTERS-Status kaum besser laufen können. Bei den Männern gingen nämlich alle Medaillen an heimische Duos, bei den Damen gab es Bronze. Vom obersten Podest strahlten am Ende des Tages die Sloweninnen Ziva Javornik/Maja Marolt und Lokalmatador Martin Ermacora mit Philipp Waller.

Ein Tag voller Spannung und Emotionen

Los ging’s um 10 Uhr mit dem ersten Damen-Halbfinale Javornik/Marolt gegen Barbora Tokosova/Silvia Poszmikova. Die favorisierten Sloweninnen benötigten 56 Minuten, um die Slowakinnen 21:14, 17:21, 22:20 in die Knie zu zwingen. Pünktlich zum Duell von Magdalena Rabitsch/Anja Trailovic mit Stefania Kun/Kinga Windisch zeigte sich erstmals an diesem Wochenende über dem Innsbrucker Marktplatz die Sonne. Die jungen Kärntnerinnen konnten sich vor einem Jahr in Tirols Landeshauptstadt den Titel sichern, diesmal blieb ihnen Gold verwehrt. Denn Rabitsch/Trailovic mussten sich im Halbfinale den Ungarinnen 18:21, 21:12, 11:15 geschlagen geben.


Heimsieg für den Innsbrucker Ermacora

Bei den Männern waren die letzten internationalen Paarungen bereits im Viertelfinale ausgeschieden, daher die ÖVV-Duos am Sonntag unter sich. Ein wahrer Krimi war das erste Semifinale: Ermacora/Waller wurden ihrer Favoritenrolle gegen die ÖVV-Youngsters Timo Hammarberg/Tim Berger zwar gerecht, setzten sich aber nur hauchdünn 21:18, 18:21, 17:15 durch. Auch im zweiten Halbfinale blieb die Überraschung aus. Die frischgebackenen Staatsmeister Robin Seidl/Moritz Pristauz schlugen Florian Schnetzer/Lorenz Petutschnig souverän 21:18, 21:14.


Bronze an Rabitsch/Trailovic und Hammarberg/Berger

Im Bronze Medal Match der Damen standen Rabitsch/Trailovic den Slowakinnen Tokosova/Poszmikova gegenüber. In einem Duell auf Augenhöhe behielten die Österreicherinnen 22:20, 21:19 die Oberhand. Das Innsbruck BeachEvent war für die beiden – zumindest für längere Zeit – das letzte gemeinsame Turnier. Rabitsch geht an die University of Washington, Trailovic wird künftig am ÖVV-Stützpunkt in Wien trainieren. „Natürlich hätten wir gerne den Titel verteidigt, aber sind auch mit Bronze super happy. Jetzt starten wir in einen neuen Lebensabschnitt – Anja in Wien, ich in Amerika“, so Rabitsch. „Es war sehr schön“, resümierte Trailovic, „die vergangenen vier Jahre an der Seite meiner besten Freundin gespielt zu haben und ich bin gespannt, was die Zukunft für uns bereithält.“

Auch das kleine Finale der Männer war nichts für schwache Nerven. Hammarberg/Berger sicherten sich durch einen 26:28, 21:17, 15:9-Erfolg über Schnetzer/Petutschnig die Bronzemedaille. In der Gruppenphase hatten die U20-Vizeeuropameister noch in zwei Sätzen das Nachsehen. Auf Hammarberg/Berger wartet mit der U21-WM Anfang November in Thailand noch ein absolutes Saison-Highlight. „Wir konnten zuvor gegen Schnetzer/Petutschnig nie gewinnen, haben uns vorgenommen, heute 120 Prozent zu geben, zum Glück ist es aufgegangen. Wir bestreiten noch ein oder zwei Turniere, bevor es zur U21-WM geht“, erläuterte Hammarberg. Und Berger ergänzte im ORF SPORT +-Interview: „In Thailand wollen wir eine Medaille. Wir haben absolut das Zeug dazu, machen uns aber keinen Druck.“


Javornik/Marolt drehen Finalduell mit Kun/Windisch

Lange nahm das Damen-Finale bei Herbstsonne und nun auch moderater Temperatur einen eher unerwarteten Verlauf, letztendlich setzten sich aber doch die Favoritinnen durch. Javornik/Marolt rangen Kun/Windisch, nachdem sie im ersten Satz chancenlos gewesen waren, im zweiten einen Matchball abzuwehren hatten und im Tie-Break 11:13 zurückgelegen waren, mit 14:21, 23:21, 16:14 nieder. Schon am Freitag hatten Javornik/Marolt die Ungarinnen besiegt – allerdings bei Kälte und Regen in zwei Sätzen.


Ermacora/Waller glückt Revanche gegen Seidl/Pristauz

Absoluter Höhepunkt war das Männer-Traumfinale am bummvollen Centre Court. Ermacora/Waller standen wie schon im Endspiel der AUSTRIAN CHAMPIONSHIPS vor drei Wochen in Baden Seidl/Pristauz gegenüber. Und erneut entwickelte sich das Aufeinandertreffen der win2day Beach Volley Team Austria-Duos zu einem Duell auf höchstem Niveau. Die Staatsmeister Seidl/Pristauz konnten mit 21:18 vorlegen, danach steigerten sich Lokalmatador Ermacora und Waller, schafften mit 21:19 den Ausgleich. Ein Tie-Break musste die Entscheidung bringen. Anders als in Baden hatten diesmal Ermacora/Waller mit 15:9 klar die Nase vorn und durften die geglückte Revanche bejubeln.


„Es ist mein emotional vielleicht schönster Sieg, zu Hause ist es immer sehr speziell. Das Finale war wieder ein enges Ding, aber wir haben aus den Fehlern gelernt“, freute sich Ermacora im TV-Interview. Auch Partner Waller erklärte, dass man aus der Niederlage in Baden die richtigen Schlüsse gezogen habe. „Wir haben es“, so der gebürtige Steirer, „im zweiten und dritten Satz taktisch besser gemacht und verdient gewonnen.“

Pristauz sieht sich mit Seidl knapp zwei Wochen vor der Weltmeisterschaft in Mexiko „auf einem guten Weg“ und nahm die Niederlage sportlich: „Vor drei Wochen haben wir gewonnen, diesmal eben sie.“ Seidl sprach von „der einen oder anderen schlechten Entscheidung“, die man im dritten Satz getroffen habe und richtete den Fokus auf Mexiko: „Wir freuen uns auf unsere erste gemeinsame Weltmeisterschaft.“


TEN31 Bank Innsbruck BeachEvent – MEVZA Championship


DAMEN

Viertelfinale

23.09., 13:00: Krizova/Grancaiova (CZE/15) vs. Tokosova/Poszmikova (SVK/11) 0:2 (17:21, 17:21)

23.09., 13:00: Javornik/Marolt (SLO/2) vs. Dostalova/Francova (CZE/6) 2:1 (21:14, 17:21, 15:13)

23.09., 14:00: Kun/Windisch (HUN/7) vs. Kleiblova/Lajkebova (CZE/8) 2:1 (21:16, 15:21, 15:13)

23.09., 14:00: Rabitsch/Trailovic (AUT/5) vs. Novotna/Pavelkova (CZE/3) 2:0 (21:14, 21:15)


Halbfinale

24.09., 10:00: Javornik/Marolt (SLO/2) vs. Tokosova/Poszmikova (SVK/11) 2:1 (21:14, 17:21, 22:20)

24.09., 11:00: Rabitsch/Trailovic (AUT/5) vs. Kun/Windisch (HUN/7) 1:2 (18:21, 21:12, 11:15)

Spiel um Platz 3

24.09., 14:00: Rabitsch/Trailovic (AUT/5) vs. Tokosova/Poszmikova (SVK/11) 2:0 (22:20, 21:19)

Finale

24.09., 16:00: Javornik/Marolt (SLO/2) vs. Kun/Windisch (HUN/7) 2:1 (14:21, 23:21, 16:14)



HERREN

Viertelfinale

23.09., 15:00: Schnetzer/Petutschnig (AUT/4) vs. Tezzele/Dzavoronok (CZE/7) 2:0 (22:20, 21:15)

23.09., 15:00: Hammarberg/Berger (AUT/5) vs. Huber/Grössig (AUT/6) 2:1 (21:11, 18:21, 15:11)

23.09., 16:00: Pristauz/Seidl (AUT/2) vs. Bercik/Zavadil (CZE/12) 2:0 (21:13, 21:16)

23.09., 17:00: Ermacora/Waller (AUT/1) vs. Pascariuc/Leitner (AUT/3) 2:0 (21:19, 21:15)


Halbfinale

24.09., 12:00: Ermacora/Waller (AUT/1) vs. Hammarberg/Berger (AUT/5) 2:1 (21:18, 18:21, 17:15)

24.09., 13:00: Pristauz/Seidl (AUT/2) vs. Schnetzer/Petutschnig (AUT/4) 2:0 (21:18, 21:14)

Spiel um Platz 3

24.09., 15:00: Hammarberg/Berger (AUT/5) vs. Schnetzer/Petutschnig (AUT/4) 2:1 (26:28, 21:17, 15:9)

Finale

24.09., 17:00: Ermacora/Waller (AUT/1) vs. Pristauz/Seidl (AUT/2) 2:1 (18:21, 21:19, 15:9)



Fotomaterial:



© Max Mauthner: Simon Varges, Organisator des Events feuerte beim Finalspiel mit an. Die Tribüne bebte unter dem Jubel der Menge.



© Max Mauthner: Der Jubel ist groß bei Phillipp Waller und dem Tiroler Martin Ermacora, die sich heute den Heimsieg sichern konnten.



© Johannes Zeiler: Spieler Pristauz im Block gegen Ermacora und Waller.



© Johannes Zeiler: Das sind sie: Die Medaillen-Sieger:innen des Ten 31 Bank INNBSRUCK BEACHEVENT MEVZA 2023. Gefeiert wurde natürlich mit einer Champagner Dusche.


© Max Mauthner: Ballkinder im Einsatz - die jüngsten Helden des Beachvolleyball-Turniers!



© Johannes Zeiler: Die Kärntner:innen Magdalena Rabitsch und Anja Trailovic freuen sich über einen hervorragenden 3. Platz.


© Max Mauthner: Die Haupttribüne ist voll besetzt, die Stimmung ist großartig. Über 500 Besucher:innen kamen heute zum Turnier.


© Max Mauthner: Der Sieg bei den Damen holte sich das slowenische Beach-Duo Javornik/Marolt M.



© Max Mauthner: Natürlich durfte auch eine Champagner-Dusche für den Organisator Simon Varges nicht fehlen.

83 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Comments


bottom of page